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    Aktuelle Ausgabe - Zeitgeschehen
    Zwillinge kommen selten allein.
    Jahrelang wurden Zwillinge massiv unterdrückt. Heute wehren sie sich und setzen zum Gegenangriff  an.


    «Die Leute haben uns geschnitten.» Mit ruhiger Stimme erzählt Theo von seiner Erfahrung als Zwilling. Die Erinnerung an vergangene Übergriffe auf ihn und seinen Bruder schmerzen die beiden Männer noch immer: «Als ob wir schuld daran haben, dass wir so sind, wie wir sind.» Bruder Leo sagt: «Logisch sehen wir gleich aus. Zugegeben, das ist wirklich komisch – aber meiner Meinung nach ist das noch lange kein Grund, uns dafür zu ächten.» Die Zwillinge Theo und Leo sind ein Beispiel von vielen. Sie wollen sich aber nicht länger verstecken und als gutes Exempel vorangehen, dabei «die Leute wachrütteln und sensibilisieren». Mit ihren 76 Jahren sagen sie nun ihren Feinden den Kampf an. «Die Hintertür» möchte wissen, warum sie so lange damit gewartet haben. Theo überlegt lange und sagt schliesslich: «Vielleicht finden wir ja so noch die Frauen unseres Lebens.» Auch Zwillinge haben Rechte. Auch die eineiigen Zwillinge Zita und Rita, beide um die vierzig, könnten zu diesem traurigen Thema ein Buch schreiben. «Schon auf dem Pausenhof waren wir stets eine Attraktion und wenn immer eine Lehrperson an unserer Schule über Zwillinge referierte, mussten wir als Anschauungsobjekte vor die Klasse stehen», sagt Zita, und Rita ergänzt: «Manchmal mussten wir das mehrmals im Monat über uns ergehen lassen. Wir kamen uns vor wie Affen im Zoo. Oder Schildkröten. Oder Kamele. Sie wissen schon ...» Zwillinge haben ihrer Meinung nach genauso ein Recht auf eine artgerechte Haltung.
    Aus der Sicht der Gegner
    Gerade diese Einstellung stösst dem Komitee der Gegner sauer auf. Sie mobilisieren mit klaren Parolen: «Zwillinge konsumieren immer alles doppelt. Das ist nicht fair», argumentiert Mediensprecher Alain Auf der Maur. Mitläufer Kai Zulauf ist kaum zu bremsen bei seinen Äusserungen zu dieser Angelegenheit. So nützen Zwillinge seiner Meinung nach unsere Wirtschaft bis aufs Letzte gnadenlos aus, indem sie etwa ein einzelnes GA kauften und dieses zu zweit benutzten oder im Beruf die Arbeit untereinander aufteilten.
    Das Komitee überlegt sich eine «Trennungsinitiative» und möchte die Bevölkerung aufklären und Privatpersonen wie auch Institutionen warnen, so dass diese frühzeitig erkennen können, wenn auch sie von Zwillingen…

    Mehr dazu in der Papierausgabe des Magazins.
    1. Christoph · Jan 15, 21:29 · #

      Zwillinge zu trennen ob gegen ihren willen oder nicht halte ich für keine so gute idee. Es könnte später zu komplikationen und Protesten kommen. Warum sollte man mit dem Menschen mit dem man sein Ganzes bisheriges leben verbracht hat nicht auch Arbeiten? Eine Trennungsinitiative halte ich für ausgeschlossen, da auch Zwillinge ganz normale Geschwister und Menschen sind. Ebenso gut könnte man auch eine Trennungsinitiative ür Freunde, Ehepaare oder Verwandte ins leben rufen, was genau so viel sinn machen würde, nämlich keinen.

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